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ADAC Kindersitztest 2026: Warnung zur Babyschale Kinderkraft Mink Pro 2
- Artikel von: Kerstin
- Veröffentlicht am
In einer Vorab-Meldung zum Kindersitztest 2026 warnten der ADAC und Stiftung Warentest gestern vor zahlreichen baugleichen oder bauähnlichen Kindersitzen (➞ Warnung vor Reecle 360-Klonsitzen).
Fast untergehen konnte dabei der Hinweis auf die Babyschale Kinderkraft Mink Pro 2, die beim Frontalcrashtest des ADAC von der Basisstation Mink FX2 gerissen wurde und gemeinsam mit dem Dummy durch den Fahrgastraum flog. Die Testinstitute warnen eindringlich davor, diese Kombination aus Babyschale und Basisstation weiter zu verwenden – bei einem Unfall besteht Lebensgefahr für dein Kind.
ADAC-Warnung zur Babyschale Kinderkraft Mink Pro 2
- Betroffenes Produkt: Babyschale Kinderkraft Mink Pro 2 in Kombination mit der Basisstation Base Mink FX2
- Problem: Die Babyschale löste sich im Frontalcrashtest-Versuch des ADAC beim Kindersitztest 2026 von der Basisstation, es besteht Lebensgefahr bei einem Unfall
- Lösung: Wenn du diese Babyschale gekauft hast, kannst du sie vorübergehend mit dem Fahrzeuggurt einbauen (➞ So vermeidest du Fehler beim Gurteinbau einer Babyschale), gegurtet ist die Schale sicher. Zudem bietet der Hersteller einen kostenlosen Umtausch oder eine vollständige Rückerstattung des Kaufpreises an. Hierzu kannst du dich an folgende E-Mail-Adresse wenden: safety@kinderkraft.com
Wie der ADAC Kindersitze testet, kannst du übrigens hier nachlesen: ➞ Wie Kindersitze getestet werden.
Lebensgefährlich: Kinderkraft Mink Pro 2 + Basisstation Mink FX2
Stiftung Warentest, der ADAC, der ÖAMTC und auch der TCS veröffentlichen zweimal im Jahr neue Testergebnisse von Kindersitzen – dies passiert jeweils Ende Mai und Ende Oktober. Schneiden Kindersitze in den Sicherheitstests besonders schlecht ab, geben die Testinstitute bereits vor der Veröffentlichung eine Vorab-Meldung bzw. Warnung heraus.
Auch bei der Verwendung der Babyschale Mink Pro 2 auf der Basisstation Mink FX2 besteht Lebensgefahr für dein Kind. Beim Frontalcrashtest wird die Babyschale von der Base gerissen und schleudert gemeinsam mit dem Dummy durch den Fahrgastraum. Bei einem realen Unfall besteht ein hohes Risiko schwerer Verletzungen bis hin zum Tod des Babys. Die Testinstitute raten deshalb dringend davon ab, die Schale in Kombination mit der genannten Basisstation weiter zu verwenden. Auch der Hersteller Kinderkraft hat – in diesem Falle vorbildlich – reagiert und bietet einen Umtausch oder die Erstattung des Kaufpreises an.
Auf den Fotos (© Stiftung Warentest) kannst du dir das ganze Elend noch einmal ansehen:
Viele schlechte Nachrichten für Eltern. Es bleibt zu hoffen, dass die nächsten Ergebnisse aus den Kindersitztests deutlich erfreulicher werden.
Übrigens: Einen sicheren Kindersitz kaufst du am besten vor Ort im Fachgeschäft oder im Rahmen einer fachkundigen Online-Kindersitzberatung. Achte darauf, möglichst ein bereits vom ADAC getestetes Produkt zu kaufen, das zu deinem Kind und zu deinem Auto passt.
In meinen Kindersitzratgebern zur ➞ Babyschale, zum ➞ Reboarder oder auch zum ➞ Folgesitz findest du viele weitere hilfreiche Hinweise zur Auswahl eines passenden Kindersitzes – und das ist übrigens in den meisten Fällen nicht unbedingt der ➞ Testsieger.
Weitere Hintergrundinformationen zur Kindersitz-Warnung
Hi, ich bin Kerstin, Mama von 7 Kindern und Spezialistin für Kindersitze.
Seit mehr als 15 Jahren beschäftige ich mich privat und auch beruflich mit Kindersitzen. In den letzten Jahren erleben wir eine paradoxe Situation: Kindersitze können immer sicherer konstruiert werden und werden das auch - zeitgleich wird die Auswahl allerdings immer schwieriger, denn neben den unterschiedlichen Passformen, die moderne Autokindersitze bieten, mischt sich unter die sicheren Sitze auch eine große Anzahl an lebensgefährlichen Modellen.
Damit du nicht so ein Modell erwischst, findest du bei mir nicht nur Empfehlungen für sichere Kindersitze, sondern auch Warnungen vor schlechten Modellen.